Kind im Wald

Naturpädagogik

Frühförderung

Die Natur und ihre Elemente werden mit Haut und Haar erlebt, bei jeder Wetter, bei Wind, Kälte, Nässe, fallenden Regentropfen und wärmenden Sonnenstrahlen. Das kühle Wasser der Waldbäche und die blumenreichen Wiesen im Frühling und Sommer, das Farbgewand der Bäume im Herbst. Der weisse Schneezauber im Winterwald mit seinen bizarren Eiskristallen verzaubern uns.

Das Spiel in Natur und Wald nimmt das Kind mit in den Alltag. In den ersten 5 Lebensjahren entwickeln sich im Gehirn die Grundlagen für das spätere Lernen. Intensive freie Sinnes- und Erfahrungsräume sind nachhaltig. Die Kinder gehen ihrem natürlichen Bewegungsdrang nach. Der Wald und das Waldgelände bietet hier optimale Bedingungen. Als Waldspielgruppen-Leiterinnen sind wir dazu da, solche Felder der Psychomotorik und Körpererfahrung zu öffnen, denn nur so lernen die Kinder sich in der Welt zu bewegen und spüren, wozu sie fähig sind. Sie erproben ihre Kraft, werden geschickter und sicherer, ihr Selbstvertrauen wächst mit ihrem Können und ihr Gehirn entwickelt sich parallel zur Bewegung.

Förderung vom Kindergarten bis zur 3. Klasse

Als ausserschulischer Lernort ermöglicht der Lebensraum Wald den Kindern enormen Reichtum an grundlegend wichtigen Primärerfahrungen und Lernzielen. Sowohl im affektiven, kognitiven, kreativen wie auch sozialen Bereich. Er ermöglicht ihnen ganzheitliche Erfahrungen und lässt sie einfache ökologische Zusammenhänge begreifen. Im Wald können die Kinder die Natur mit Freude entdecken und erleben, eine respektvolle, persönliche und emotionale Beziehung aufbauen und einheimische Pflanzen und Tiere des Waldes kennen lernen.

Angeleitete Aktivitäten wechseln sich ab mit freiem Spiel. Eigenes Entdecken steht immer im Zentrum und wird liebevoll unterstützt und begleitet von erfahrenen Naturpädagogen.

Fantasie

Förderung der Fantasie und Kreativität

Die Kinder erleben in unsere „ZUVIELISATION“, dass sie auch ohne viel Spielzeug verweilen können. Im Wald stehen der Phantasie alle Türen offen, tausend und ein Ding laden zum Spielen ein.

In einem Waldladen verkaufen die Kinder Schneckenhäuser, Zapfen, Nüsse, Rinden, Steine, Blumen und Samen. Aus Früchten und Blättern werden Suppen gebraut. Aus Erdton Farben hergestellt oder Tiere und Waldfiguren geformt. Blätter, Gräser und Blumen dienen uns als Flügel und Augen. Aus einem Ast wird eine Hacke. Aus gefallen Asten entstehen Klettergerüste und Hütten. Rinden werden zu Regenrinnen und Dächer für Zwergenhäuser. Überwachsene Moosstämme laden ein als Elfenschlösser genutzt zu werden.

Unermesslicher Reichtum ..

Wir sagen den Kinder „die Spielsachen sind versteckt im Wald: „Sucht und findet sie!“

Das Riechen der verschiedenen Kräuter, der frischen Walderde, des Baumharzes gehört genauso dazu wie der Tastsinn. Auch der Wechsel der Jahreszeiten und dessen Auswirkungen auf die Natur und uns Menschen gehören zum Lernfeld, Natur und Wald.

Und mit viel Wonne (!!) stopfen sich die Kinder ihre Hosentaschen voll mit gefundenen Schätzen.

Sensomotorik

Förderung der Sensomotorik

Damit ist die Steuerung und Kontrolle der Bewegung im Zusammenspiel mit Sinnesrückmeldungen gemeint. Die Kinder werden vor physische und psychische Herausforderungen gestellt. Der rutschige, schlammige oder trockene Boden wird in allen Schwierigkeitsgraden erlebt. Dies erfordert Kraft und Durchhaltevermögen. Die inneren und äusseren Kräfte des Kindes werden gestärkt!

Die Wurzeln reichen helfend ihre Wurzelhände beim Klettern. Rutschen, springen, über Wurzeln burzeln, auf Baumstämme balancieren fördern das Gleichgewicht und geben dem Kind Sicherheit und ein gutes Körpergefühl.